Dezember 8, 2015

Bahnhofskonzert 2015

„Der Bahnhof rockt!“

Freitag, den 11. Dezember 2015 um 17.00 Uhr

Die Gruppe „Mucho Mojo“ mit dem Motto „In blues we trust“ bringt uns in vorweihnachtliche Stimmung. Bereits ab 15 Uhr werden am Pavillon des Fördervereins heiße Getränke und frisches Weihnachtsgebäck verkauft, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmission stehen gerne für Information und Gespräch zur Verfügung. Die Veranstaltung ist seit vielen Jahr ein guter Ort der Begegnung zwischen Arm und Reich, für Reisende und Musikbegeisterte, für Menschen auf dem Bahnhofsvorplatz und solchen, deren Leben aus der Bahn geraten ist. Alle sind willkommen, der Eintritt ist frei! Unterstützt wird das Konzert vom Bahnhofsmanagement, das uns die Halle zur Verfügung stellt, ebenso von DB Regio und von der Stadt Würzburg. Spenden nehmen wir gerne entgegen.
Schauen Sie bei uns vorbei, wir freuen uns!

November 30, 2015

Ausstellung „Wanderbank“ vom 30.11.-18.12. im Foyer der Sparkasse in der Hofstraße

Im Laufe des Jahres 2015 war Anne Walz in Würzburg mit dem Projekt „Wanderbank“ unterwegs. Die gesammelten Eindrücke, Ergebnisse und Geschichten werden nun in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Ausstellung ist ab Montag, den 30.11. zu den Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen.

Die Mainpost berichtet über das Projekt:

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Auf-der-Wanderbank-sein-Leben-erzaehlen;art735,9033825

November 18, 2015

Fortbildung für ehrenamtlich Mitarbeitende vom 2.- 3. November auf der Benediktushöhe

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Am  2. und 3. November 2015 fand auf der Benediktushöhe in Hetzbach eine Fortbildung für ehrenamtlich Mitarbeitende statt, die durch den Förderverein der Bahnhofsmission finanziert wurde. Das Thema war: „Ressourcenorientiertes Arbeiten in der Bahnhofsmission“

September 17, 2015

REFUGEES WELCOME AFTERNOON

Einladung zum interkulturellen Fest für Flüchtlinge, Fachkräfte, Organisatoren und Würzburger Bürger/innen am Sonntag, den 20. September 2015 von 16.00 bis 20.00 Uhr in der Posthalle Würzburg
 

Kennenlernen und Begegnung stehen beim „Refugees Welcome Afternoon“ in Würzburg im Vordergrund.
Mit dabei: Musik von Mucho Mojo, Red Manhole & Chris Mueller!
Eintritt = Spende 5€ (Für Flüchtlinge freier Eintritt!)
 
Wir wollen zu einem unbeschwerten Nachmittag einladen, an dem Würzburger und Flüchtlinge sich kennenlernen. Deutsche erfahren mehr über die Beweggründe unserer neuen Nachbarn. Die Asylsuchenden können sich informieren, austauschen und vernetzen. Wir möchten ein Forum bieten, das Verständigung und gegenseitiges Verständnis ermöglicht.
 
Flüchtlinge und Würzburger lernen sich kennen – Verständigung und gegenseitiges Verständnis wird möglich gemacht.

Für Flüchtlinge ist der Eintritt natürlich kostenfrei und am Eingang werden Verzehrgutscheine bereitgehalten. Der Eintritt für alle Gäste kostet fünf Euro pro Person zuzüglich der Kosten für den eigenen Verzehr. Durch Sponsoren wird unter anderem eine Auswahl an kleinen Leckereien, Snacks und Getränken und ein Unterhaltungsprogramm mit vielfältigen Aktionen angeboten.
 
Aktuelle Infos unter facebook.com/Posthalle oder auf der Veranstaltungsseite.
 
Der komplette Erlös der Veranstaltung kommt weiteren sozialen Projekten mit Flüchtlingen in der Region zugute, das bedeutet: Jeder Euro wird gespendet!
Jeder Teilnehmer des Nachmittags kann also durch seinen Verzehr und durch eine Spende einen kleinen Beitrag zum Erfolg beitragen. Der Tag wird vollständig durch ehrenamtliche Helfer (einschließlich dem Personal der Posthalle) organisiert. Die Veranstalter wollen aber nicht nur die Flüchtlinge in unserer Mitte willkommen heißen, sondern auch ein großes Dankeschön an alle Helfer und Unterstützer aussprechen, die sich für mehr Toleranz und ein positives Miteinander einsetzen.
 

Die Organisatoren:
Wirtschaftsjunioren (WJ) Würzburg
LEO Würzburg JULIUS ECHTER (Leadership Experience Opportunity)
Lions Clubs International
Förderverein Bahnhofsmission Würzburg e.V.

September 2, 2015

Vorhang auf! Bahnhofsmission mal anders!

Heike Mix präsentiert am 4. Oktober die Bahnhofsmission einmal erfrischend anders in einer

heiter-beschwingten Show mit Künstlern der Extraklasse, die mit Lust und guter Laune singen, spielen und tanzen.

Für Schwung und Rhythmus sorgen die Breakdancer von DanceEncore, Anna Vita mit ihrem Ballett vom Mainfrankentheater und Grupo Flamenco Manuela de Cartuja.

Florian Hoffmann/TBC und Martin-Maria Eschenbach machen Stimmung, ein musizierender Kulturreferent überrascht das Publikum, Anne Kox-Schindelin,  Hyun-Bin Park und Mister Clarino schaffen Klang und Atmosphäre und ein besonderer Gast betritt die Bühne: Sebastian Reich mit Nilpferd Amanda bringt die Zuhörer zum Lachen.

 

Die Würzburger Kulturszene macht sich für die Bahnhofsmission stark:

Die Künstler verzichten auf ihre Gage, und auch die Eintrittsgelder kommen der Bahnhofsmission zugute.

Der Förderverein der Bahnhofsmission, der in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum begeht, bietet diesen Kulturabend im Bockshorn aufgrund des Erfolges schon zum 2. Mal an.

 

Beginn: Sonntag, 4. Oktober 2015, 19.00 Uhr

Eintritt: 20 €

Karten an der Abendkasse des Bockshorn, in der Tourist Information Falkenhaus und in den Filialen der VR-Bank in Würzburg

 

Aktuelle Informationen gibt es auch auf unserer Facebook-Seite

facebook.com/verein.bahnhofsmission.wue

 

Juli 12, 2015

Ab auf die Wiese – Würzburg picknickt! +++ Picknick findet statt +++

Der Förderverein der Bahnhofsmission Würzburg organisiert am Sonntag den 26. Juli 2015 von 14 bis 17 Uhr ein Picknick rund um den Kiliansbrunnen auf der großen Wiese vor dem Bahnhof. Jede(r) ist willkommen!
+++ Das Wetter wird gut, also findet das Picknick statt +++

Die Idee ist ein gemeinsames Picknick mit heiteren Gesprächen zwischen Menschen, die sich unter normalen Umständen nur selten begegnen. Jeder, der die Möglichkeit hat, bringt etwas mit und dann wird geteilt – Essen und Trinken, Zeit und Gespräche.
Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang: Lassen sich die Würzburger einladen? Sind sie bereit, für Fremde und Unbekannte etwas vorzubereiten? Wie viele Menschen nehmen die Gelegenheit wahr und kommen neugierig auf die anderen zu, die auch da sein werden?

Die Vorbereitung übernimmt der Förderverein der Bahnhofsmission. Für einen Grundstock an leckerem Essen, Buffet-Tische, Teller, Besteck, alkoholfreie Getränke ist gesorgt. Sommerlaune und entspannte Stimmung wird Josh Königer„Empire of Dirt“ mit seiner Gitarre verbreiten.
Wünschenswert wäre, dass am Ende die Tische reich gedeckt sind und ein buntes Volk den Bahnhofsvorplatz belebt.
Passende Speisen zum Mitbringen:

  • Fingerfood wie Sandwiches, Kanapees, herzhaftes Gebäck, Party-Spieße
  • Kuchen und Muffins
  • Salate

Auf Lebensmittel, die bei hohen Temperaturen schnell verderben, muss leider verzichtet werden.

Helfende Hände und zusätzliche Picknickdecken, Kühlboxen sowie sonstige Picknickutensilien sind immer willkommen. Auch verborgene Musiktalente, die sich spontan entschließen und für Stimmung und wohlige Klänge sorgen.

Die Aktion dient auch dazu, auf die Arbeit der nahegelegenen Bahnhofsmission aufmerksam zu machen. Für alle Interessierte gibt es Führungen und Informationen zu Geschichte und Auftrag der Institution.

Machen Sie mit bei diesem einmaligen Experiment in Würzburg.

Juni 5, 2015

Die Wanderbank macht Station im Falkenhaus

Anne Walz besucht die Stadtbücherei
 
Seit Freitag, den 29. Mai lädt eine Fensterdekoration für den Besuch der Wanderbank im Falkenhaus ein.
Gleich neben der Cafeteria bereitet Anne Walz ab dem 15. Juni (bis zum 27. Juni) eine Ausstellung der bereits gesammelten Geschichten vor und ermuntert Menschen, bei ihr auf der Bank Platz zu nehmen. Eine Audio-Installation mit ausgewählten Geschichten aus Würzburg gibt Interessierten erste Einblicke in die Arbeit der Geschichtensammlerin.
Anne Walz wird während der Ausstellungszeit jeweils Montag vormittag und Donnerstag ganztägig anwesend sein und gerne auch Ihre persönliche Geschichte hören.
 
Mit dieser ersten Austellung wollen wir Erfahrungen sammeln für die große Abschluss-Ausstellung in der Sparkasse (Hofstraße) vom 30. November bis 18. Dezember.
 
Anne Walz und die Wanderbank freuen sich auf Ihren Besuch!

April 13, 2015

Tag der Bahnhofsmission am 18. April

Der „Tag der Bahnhofsmission“ lädt Passanten am 18. April zum „Blickwechsel“ ein

 

Sie sind wie alte Bekannte, die Heiligenfiguren auf der Mainbrücke. Tausend Mal ging man schon an ihnen vorüber. Tausend Mal hat man sie schon gesehen. Doch wie heißen sie eigentlich gleich noch mal? Und wie sehen sie ganz genau aus? Beim „Tag der Bahnhofsmission“ werden Passanten die Brückenheiligen für einen Augenblick genau betrachten. Und feststellen: Es lohnt sich, ganz genau hinzugucken. So genau, wie das die Bahnhofsmission tagtäglich in ihrer Arbeit tut.

„Blickwechsel“ lautet das Motto des diesjährigen „Tags der Bahnhofsmission“ am 18. April. In Würzburg hat man sich für diesen Aktionstag etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Wir werden mit der Wanderbank als Requisit durch die Stadt ziehen“, verrät Anne Walz, Leiterin des vom Förderverein der Bahnhofsmission getragenen Projekts „Wanderbank“. Sieben Stationen wird es geben. An jeder hat der „Blick-Wechsel“ eine eigene Bedeutung.

 

Alte Mainbrücke: Blickpunkt

 

So werden Passanten auf der Alten Mainbrücke unter dem Motto „Blickpunkt“ aufgefordert, auf der Wanderbank Platz zu nehmen und durch eines der bereitliegenden Ferngläser zu blicken. Etwa auf einen Brückenheiligen. Der Aha-Effekt lässt garantiert nicht auf sich warten: Ja, es ist gut, im Getriebe und der Oberflächlichkeit des Alltags einmal stehen zu bleiben und das, was des Weges kommt, genau in den Blick zu nehmen. Um zu besseren Urteilen zu gelangen. Um zu würdigen, was der oberflächliche Blick übersieht.

 

Vierröhrenbrunnen: Spion-Spiegel

 

Am Vierröhrenbrunnen werden besondere „Spion-Spiegel“ die Wanderbank bestücken. Wer durch sie hindurchschaut, sieht nicht das, was direkt und offensichtlich vor ihm liegt. In dem Fall der Brunnen. Sondern etwas, was sich – außerhalb des Blickfelds – seitlich befindet. Die Domstraße etwa. Auch diese „Blickfang“ betitelte Erlebnisstation setzt prompt Erkenntnisprozesse in Gang. Wie oft wird nicht rechts und nicht links geschaut. Wie oft existiert nur das, was direkt vor den eigenen Augen liegt.

Um ein vollständiges Bild zu gewinnen, muss der Blick jedoch gewendet werden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmission ist dies „Alltagsgeschäft“. Sie begnügen sich nicht mit dem, was auf dem ersten Blick wahrnehmbar ist. Um ein vollständiges Bild zum Beispiel von der Lebenslage eines Menschen zu gewinnen rücken sie ihren Blick ganz bewusst hin zu dem, was zunächst unsichtbar ist.

 

Domplatz: Lichtblick

 

An einer weiteren Station auf dem Domplatz wird es zum Thema „Lichtblick“ darum gehen, ein zunächst unerkennbares Bild auf schwarzem Untergrund durch eine Art „Taschenlampe“ zu erhellen. Auch dies ist symbolisch für die Arbeit der Bahnhofsmission: Menschen, die in so verfahrenen Lebenssituationen stecken, dass ihnen alles nur noch Schwarz in Schwarz erscheint, erhalten durch die Gespräche mit den Mitarbeitern Lichtblicke, die ihnen Mut machen, sich aus ihrem momentanen, emotionalen Tal herauszuarbeiten.

 

Unterer Marktplatz: Den Menschen im Blick

 

Am unteren Marktplatz wird Heike Mix auf die Passanten warten. Sie hat unter dem Motto „Den Menschen im Blick“ ein Ratespiel im Gepäck, das animiert, sein Wissen über die Bahnhofsmission zu überprüfen. Außerdem wird eine prominente Persönlichkeit aus Würzburg von ihr auf der Wanderbank interviewt.

 

Hauptbahnhof: Aus-Blick

 

Der fantasievolle „Blickwechsel“ endet gegen 16.30 Uhr am Hauptbahnhof. Dort wird es einen „Aus-Blick“ auf das Wanderbank-Projekt geben. Zahlreiche Geschichten wurden dort inzwischen von Anne Walz eingefangen. Bei einer Ausstellung im Juni in der Stadtbücherei wird es einen ersten Einblick geben, was ganz unterschiedliche Menschen Anne Walz bisher erzählt haben. Im Dezember wird eine zweite, große Ausstellung in der Sparkasse Mainfranken organisiert.
Der „Tag der Bahnhofsmission“ ist eine bundesweite Veranstaltung. An diesem Tag machen Einrichtungen aus ganz Deutschland auf die große gesellschaftliche Bedeutung der Bahnhofsmissionen aufmerksam. Jeder kann einmal in die Situation kommen, wo er Unterstützung durch die Bahnhofsmission braucht.
Die Bahnhofsmission ihrerseits benötigt die Unterstützung durch die Menschen in der jeweiligen Stadt. Und zwar bei weitem nicht nur finanziell. Der „Tag der Bahnhofsmission“ dient nicht zuletzt dazu, Brücken zu schlagen und Blickwechsel zu ermöglichen zwischen Menschen, die in sozial annehmbaren Bedingungen leben. Und solchen, deren Dasein in mitunter unvorstellbarer Weise prekär ist.

März 2, 2015

Für 2015 sind die Nächte sicher

Förderverein überreicht 50.000 Euro für den 24-Stunden-Dienst der Bahnhofsmission

 

Würzburg. „Sofort ins Frauenhaus!“ Dieser Gedanke stellt sich ein, wenn die Situation zu Hause eskaliert. Wenn der Ehemann austickt und der kleine Sohn schon wieder miterleben muss, wie seine Mutter zusammengeschlagen wird, bis sie auf dem Küchenboden liegt. Nachts jedoch können Würzburgs Frauenhäuser nur in Ausnahmefällen Gewalt bedrohte Frau aufnehmen, zumal sie auch oft schon belegt sind. Nachts kann allein die Bahnhofsmission von Misshandlung bedrohten Frauen einen sicheren Platz zu garantieren.

Nach und nach sickerte es im Laufe des vergangenen Jahres ins Bewusstsein vieler Würzburger Bürger, wie existenziell wichtig die Bahnhofsmission mit ihren Öffnungszeiten rund um die Uhr für die Stadtgesellschaft ist. Der Förderverein der Bahnhofsmission sorgte mit großem Engagement dafür, dass die Bedeutung gerade des Nachtdienstes weithin bekannt wurde. Dies geschah vor dem Hintergrund enger finanzieller Spielräume: Die von Caritas und Diakonie getragene Christophorus-Gesellschaft muss mit schrumpfenden Mitteln einer tendenziell wachsenden Not begegnen. Der Appell des Fördervereins nach Unterstützung der Bahnhofsmission kam in der Bevölkerung unerwartet gut an. Für dieses Jahr konnte der 24-Stunden-Dienst gesichert werden.
Durch vielfältige, fantasievolle Aktionen gelang es dem 70 Mitglieder starken Förderverein, im Laufe des vergangenen Jahres insgesamt 65.000 Euro zur Unterstützung der Bahnhofsmission zu sammeln. „15.500 Euro konnten wir der Christophorus-Gesellschaft bereits im Juli 2014 überreichen, zu Jahresbeginn wurden weitere 50.000 Euro überwiesen“, informiert Vereinsvorsitzender Helmut Fries.
Für Günther Purlein, Geschäftsführer der Christophorus-Gesellschaft, ist der gesammelte Spendenbetrag in seiner Höhe „eine außerordentlich positive Überraschung“. Der Förderverein, der sich Seite an Seite mit der Christophorus-Gesellschaft für eine bestmögliche Unterstützung von Menschen in prekären Lebenssituationen in Würzburg einsetzt, sei, so Purlein, ein unersetzlicher Partner. Auch in diesem Jahr werden sich Christophorus-Gesellschaft und Förderverein gemeinsam für die Bahnhofsmission einsetzen, damit der Rund-um-die-Uhr-Service mit dem wichtigen Nachtdienst auch 2016 aufrechterhalten werden kann.
Die Mitarbeiter, die den Nachtdienst abdecken, werden so gut wie jede Nacht mit Menschen in unterschiedlichen Notlagen konfrontiert. Da war zum Beispiel der Mann, der nicht über die Scheidung von seiner Frau und die Trennung von seinen Kindern hinwegkam. Seine Verzweiflung darüber, dass seine Lebenspläne unkittbar zerbrochen waren, ließ ihn sogar an Suizid denken. Fünf Stunden lang schilderte er einem Mitarbeiter im Nachtdienst der Bahnhofsmission seine Seelenpein, saugte er Trost aus dem nie erhoffen Umstand, dass sich ein anderer Mensch einmal alles anhört, was ihn seit langem quält. Beim Abschied nach dieser gesprächsintensiven Nacht war er wesentlich gefasster als zuvor. Hatte der Mann die Kraft gefunden, die nächsten Stunden und Tage weiterzuleben.
Dann war da Mario, der Junge, der abends aus der Wohnung flog, weil sich seine Mutter, eine Frau mit seelischen Problemen, bei einem Streit allzu sehr über ihn geärgert hatte. Ein Obdachloser gab ihm den Tipp, sich an die Bahnhofsmission zu wenden. Der Nachtdienstmitarbeiter, hörte sich die Geschichte des Jungen ruhig an. Er konnte in einem langen Telefongespräch mit der Mutter erreichen, dass sie ihren Sohn abholte.
Rund 40.000 Mal wurde die Bahnhofsmission 2014 kontaktiert. Über 3.000 Mal kam es im vergangenen Jahr vor, dass Menschen in ganz unterschiedlichen Notsituationen die Einrichtung in unserer Nachtdienstzeit zwischen 21.30 Uhr am Abend und 7 Uhr am Morgen aufsuchten. 344 Mal übernachteten Frauen, oft auch mit Kindern, in der Bahnhofsmission.
Ohne die Einrichtung der Christophorus-Gesellschaft hätte die verprügelte Mutter mit ihrem Sohn nicht prompt eine Zuflucht gefunden. Wäre der Junge die Nacht durch herumgestreunt – und hätte der Mann, der nicht über die Trennung von seiner Familie hinwegkommt, sich am Ende vielleicht doch in dieser Nacht das Leben genommen.
– Günther Purlein

 

 

Unterstützen können Sie den wichtigen 24-Stundendienst mit einer Spende ab sofort auf das Konto DE97 7509 0300 0003 0102 28 der Liga Bank Würzburg – Förderverein Bahnhofsmission
Die Bahnhofsmission erreichen Sie persönlich und telefonisch 24 Stunden jeden Tag – neue Telefonnummer 0931 – 7304 – 8800
E-Mail: bahnhofsmission@christophorus-wuerzburg.de

Februar 21, 2015

Blickwechsel im Jahr 2015

„Blickwechsel“ ist das Motto unserer Arbeit 2015
Wir nutzen den Tag, um veränderte Blickwinkel auf den Bahnhof, das Bahnhofsviertel und die Menschen darin zu ermöglichen.
Ziel ist es, die Öfentlichkeit für die vertrauten, für die meisten aber nur flüchtig wahrnehmbaren „anderen Seiten“ des Bahnhofs und seiner Besucherinnen und Besucher zu interessieren und zu sensibilisieren.

 

Unser Jahresprogramm 2015 ist ein Beitrag dazu:

– 18.04.2015 Tag der Bahnhofsmission

– Frühjahr/Sommer Kleinkunst und Musik im und am Bahnhof
– 29.05. -27.06.2015 Wanderbank – Ausstellung in der Stadtbücherei Würzburg
– 04.10.2015 Künstlergala im Bockshorn Würzburg
– 02./03.11.2015 Fortbildung für MitarbeiterInnen der Bahnhofsmission
„Ressourcenorientierte Arbeit mit der Klientel der Bahnhofsmission“
– 30.11.-18.12.2015 Wanderbank – Große Ausstellung in der Sparkasse Mainfranken/Hofstraße
– 03.12.2015 Offizielle Eröffnung der Ausstellung Wanderbank
– Sonntage im Dez. Adventsfeiern mit unseren Besuchern
– Dezember 2015 Adventliches in und rund um den Bahnhof